Auf diesem Bild finden Sie Beispiele für die Verwendung dieser Verarbeitung - als Abschluss für alle schräge Kanten so wie Hals- und Armausschnitte.

Bei dem Zuschnitt muss man 7 mm Nahtzugabe für alle Kanten geben, die auf diese Weise verarbeitet werden sollen.

Zuerst müssen Schrägstreifen zugeschnitten werden. Der Stoff für die Schrägstreifen muss nicht dicker als der Oberstoff sein. Besonders geeignet dafür sind alle dünnen, kontrastreichen (falls es von der Gestaltung gewünscht ist - Beispiele oben) Baumwollgewebe.


Die Schrägstreifen werden 35 mm breit auf der linken Stoffseite angezeichnet. Wichtig ist, dass die Schrägstreifen genau diagonal zum Fadenlauf (bzw. zur Webkante) geschnitten werden, damit sie ohne Faltenbildung zu verarbeiten sind.

rechte Stoffseite

 

rechte Stoffseite

 

rechte Stoffseite

 

rechte Stoffseite

 

linke Stoffseite

 

10 mm

 

linke Stoffseite

 

7 mm

 

6 bis 8 mm

 

4 bis 6 mm

 

35 mm

 

1. Kantenverarbeitung mit dem doppelten Schrägstreifen



























































































2. Rollsaum mit der Nähmaschine












































 

Diese Streifen werden sorgfältig zuge-schnitten, sodass sie alle gleich breit bleiben.



Falls zugeschnittene Schrägstreifen zu kurz sind, werden sie durch fadengerade Nähte miteinander verbunden, die überstehenden Nahtecken verschnitten und die Nahtzugaben auseinander gebügelt.








Danach wird der Streifen auf die Hälfte gebügelt, so dass die rechte Stoffseite außen ist.








Der Schrägstreifen wird wie abgebildet auf die Kante der rechten Stoffseite gelegt, dass alle offene Kanten aufein-ander treffen. Man kann ihn entweder mit Stecknadeln stecken oder anheften.

    




    


Dann wird der Streifen festgenäht, so dass der Abstand zur offenen Kante kleiner ist, als zum Stoffbruch des Streifens.






Dann wird der Streifen auf die linke Stoffseite gewendet und so von links gebügelt, dass ca.1 mm des Oberstoffs von links sichtbar ist.


Anschließend  wird der Streifen „füßchenbreit“ (ca. 6 bis 8 mm ) festgesteppt (am besten von rechts).









Man kann den Schrägstreifen auch so bügeln, dass er von der rechten Seite aus sichtbar ist, was sehr schön aussieht, wenn der Stoff des Streifens kontrastreich zum Oberstoff ist (ein Bildbeispiel oben). Die Absteppnaht muss in diesem Fall nicht so breit sein, sonst wird der Streifen unten nicht angefasst.


















Hier erkläre ich eine alte Technik der Rollsaumverarbeitung (nur für dehnbare Stoffe geeignet), die aus der Zeit stammt, als das Overlock noch Luxus war. Diese Technik benutze ich immer, es dauert zwar ein bisschen länger als mit dem Ovi, aber der Saum sieht schöner aus.









Zuerst muss die Schnittkante um 1 cm auf die linke Stoffseite umgelegt und festgebügelt werden. Geübte können auf diesen Schritt verzichten.











Dann den Zick- Zack Stich bei der Nähmaschine so wie für Applizieren umstellen: 2,5 mm breit und ganz dicht.

Beim Nähen muss die Kante so stark auseinander gezogen werden, wie Jerseystoff zulässt und so genäht werden, dass ein Stich den Stoff trifft, der andere ins Leere.

Ich nähe immer von links, obwohl wenn die Kante vorher umgelegt und gebügelt wurde, kann man auch von rechts nähen









Zum Schluss schneide ich die Nahtzugabe mit der kleinen Schere von links ab.













So sieht den fertigen Rollsaum aus.

Bevor ihr mit dem Nähen anfangt, empfehle ich immer, die Naht auf einem Stück Stoff ausprobieren, dann kriegt man ein Gefühlt dafür.